Skigebiete moderner denn je – Die wichtigsten Neuerungen im Winter 2014/2015!

14.10.2014 - Katharina Teudt

Köln, 14. Oktober 2014 – Ski- und Snowboardfahrer freuen sich schon wie verrückt auf den Winter. Doch die Betreiber der Skigebiete setzen noch eins drauf, denn sie haben für die Saison 2014/15 wieder ordentlich an Liften und Pisten geschraubt, um den Gästen noch größeren und komfortableren Skispaß zu liefern. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Neuerungen in den Alpen vor.

Die neue Drei Zinnen-Bahn im Skigebiet Helm-Rotwand © Sextner Dolomiten AG/Christian Tschurtschenthaler

skitunnel-am-kaunertaler-gletscher“>Skitunnel am Kaunertaler Gletscher

Pistenfahrer können jetzt auch die Freeriderabfahrt nehmen. Die Variantenabfahrt Wiesejaggl wird durch den ca. 140 Meter langen, beleuchteten Skitunnel „Wiesejaggl“ erschlossen. Für die optimale Pistenanbindung sorgt eine 12 m breite Skibrücke für die Querung der Gletscherstraße. Die neue schwarze Piste Nummer 6 beginnt bei der Bergstation Karlesjochbahn, hat eine Gesamtlänge von 2,2 km und endet bei der Talstation Sessellift Ochsenalm II.

neues-aus-der-skiwelt-wilder-kaiser-brixental“>Neues aus der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental

In Österreichs größtem zusammenhängendem Skigebiet eröffnet mit der 8er-Aualm-Bahn ein technisches Highlight in Scheffau. Der bisherigen 4er-Sessel war einer der meistbefahrenen Lifte in der SkiWelt, der nun von dem größeren Lift ersetzt wird. Mit der neuen Bahn sollen die Wartezeiten zur Rushhour verkürzt und die Fahrt noch angenehmer gestaltet werden. 10 Millionen Euro hat der Bau gekostet, der über Förderbandeinstieg, Sitzheizung, Wetterhauben und kindersichere, selbst verriegelnde Schließbügel verfügt. Weiterhin wurde das Hexenkinderland in Söll für die Kleinen um einen Übungslift erweitert und in der SkiWelt Brixen wurde eine rote Piste mit 1,2 km Länge inklusive Beschneiungsanlagen erschlossen. Die Strecke führt von der Talstation des Holzalmlifts auf 1.440 m Richtung Gasthof Nieding auf 1.215 m. Außerdem wurde das Panoramarestaurant „Bergkaiser“ in Ellmau-Going umgebaut und ein Bedienungsrestaurant mit 200 Sitzplätzen neu hinzugefügt.

rekord-in-ischgl“>Rekord in Ischgl

Die bisherige Zubringerbahn für das Skigebiet Ischgl/Idalp ist als 4er-Gondel nicht mehr ausreichend für den Gästeandrang. Sie wurde daher durch eine neue 3-S Bahn (Drei-Seil-Umlaufbahn) ersetzt. Damit stellt Ischgl einen neuen Rekord auf: Die neue Pardatschgratbahn überwindet mit 1.251 m den größten Höhenunterschied einer 3-S Seilbahn. Die untere Teilstrecke wurde komplett abmontiert und durch eine windstabile Dreiseilumlaufbahn ersetzt, die nun ohne Zwischenstation direkt auf den Pardatschgrat führt.

zwei-neue-im-hochpustertal“>Zwei Neue im Hochpustertal

Ab diesem Winter werden die Pisten der Sextner Dolomiten von Vierschach bis Sexten nahtlos erschlossen sein. Die bisher getrennten Gebiete Helm und Rotwand verbinden nun die neuen 8er-Kabinenbahnen „Drei Zinnen“ und „Stiergarten“. Die Talstation liegt direkt neben der bestehenden „Signaue“-Bahn, wo beide Gebäude durch eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden sind. Die ebenfalls neue Stiergarten-Bahn sitzt an der Sexten-Helm-Piste. Die Bergstationen beider Bahnen laufen auf dem „Stiergarten“ auf 2.092 m Höhe zusammen. Durch die zwei Bahnen sind auch zusätzliche Pisten erreichbar: Die „Drei Zinnen“ mit 2,3 km und die „Stiergarten“ mit 1,3 km ergeben eine Gesamtlänge von rund 5 km Abfahrtstrecke.

6er-auf-der-steinplatte“>6er auf der Steinplatte

Im Tiroler Skidorf Waidring im Skigebiet Steinplatte hat der alte 3er-Sessel aus den 80er-Jahren ausgedient. Zum Saisonstart wird die moderne 6er-Sesselbahn Kammerkör mit Wetterschutzhauben und Sitzheitzung eingesetzt. Die neue Talstation liegt nun etwa 900 m weiter nördlich in Richtung Schwarzlofer auf ca. 1.250 m Höhe. Oben wartet die neue Bergstation mit dem „Panoramastadl“ auf 1.660 m auf.

adrenalinkick-im-Ötztal“>Adrenalinkick im Ötztal

In Sölden sind alle Skifahrer und Snowboarder zum Fun-Wettbewerb „Adrenalin Cup 2014/15“ aufgerufen. In zehn Disziplinen müssen Punkte gesammelt werden. Jeder kann mitmachen und sich bei Riesenslalom, Fotosafari, Buckelpiste, Winterwandern oder beim Skisprung messen. Vermerkt werden die gesammelten Punkte auf dem „AdrenalinPass“, den es tage- und wochenweise als Upgrade zum Skipass zu kaufen gibt. Je mehr Disziplinen bewältigt werden, desto besser. Am Ende der Saison gewinnt die beste Einzelwertung.

ausblick-auf-2015“>Ausblick auf 2015

Große Pläne sind aus dem Pillerseetal zu vernehmen. Laut Medienberichten wollen sich die Bergbahnen Fieberbrunn mit dem Skicircus Saalbach Hinterglemm zusammenschließen. Aus den bisher 40 Pistenkilometern und elf Liften würden dann 240 Pistenkilometer und 66 Lifte. Ein 18 Millionen Euro schweres Gondel-Projekt soll die beiden Gebiete verbinden. Wenn sich TVB, Bergbahnen und Gemeinden über die Finanzierung geeinigt haben, sollen die Bauarbeiten im Sommer 2015 starten, damit die Verbindung im Dezember 2015 eröffnet werden kann. Der Skicircus hat sogar noch größere Pläne: Im Jahr 2016/17 soll der Zusammenschluss mit Zell am See und Kaprun erfolgen.

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